Vienna Coffee Festival 2022: Kaffee-Kunst in vielen Facetten

Sören Nolte
15 September 2022
Im September wurde in Wien die Vielfalt des Kaffees im Rahmen des Vienna Coffee Festivals präsentiert und verkostet. Die Besucher konnten über die neuesten Trends rund um die Bohne informieren – präsentiert wurden über 600 Kaffeesorten.

Insgesamt 78 Aussteller und über 7.000 Besucher nahmen an drei Veranstaltungstagen am 8. Vienna Coffee Festival im September teil. Zu den Teilnehmern zählten auch der erste österreichische Röster-Weltmeister Felix Teiretzbacher aus St. Pölten, der vor kurzem in Mailand den Titel der Speciality Coffee Associaton (SCA) erkämpfte. Und auch die italienische Latte-Art-Weltmeisterin von 2019, Manuela Fensore, die ihre Kunst im Rahmen des „Latte Karate“-Throwdowns zeigte, war in Wien dabei.

Die Tatsache, dass der Kaffee-Boom weiterhin wächst, wurde bei den zahlreichen Side-Events deutlich. Günther Gapp, seit acht Jahren Veranstalter des Events, resümiert: „Kaffee ist der Markt mit dem drittgrößten Wachstum weltweit. Und dass sich die Besucher heute in Sachen Kaffee so gut auskennen, ist sicher auch den Festivals geschuldet, die weltweit veranstaltet werden.“ Das Wissen der Besucher über Kaffee-Qualitäten, die Verarbeitungskette und die unterschiedlichen Anbaugebiete sei enorm.

Motto-Tage

Wie breit die Vielfalt von Kaffee ist, zeigte sich auch beim Rahmenprogramm des Festivals: Jeder Veranstaltungstag wurde heuer erstmals unter ein eigenes Motto gestellt, bei dem die Vielfalt des Kaffees zelebriert wurde. Juan Amador, Österreichs erster und einziger 3-Sterne-Michelin-Koch, gab beim „Coffee&Food-Tag“ einen Einblick in die Zutat Kaffee in der Küche und servierte am Lavazza-Stand Seehecht mit Kaffee-Beurre-Blanc. Darüber hinaus durfte auf dem Festival-Gelände auch das traditionelle Wiener Kaffeehaus nicht fehlen, wo man nicht nur bei Melange oder Verlängertem, sondern auch bei einer Partie Carambol das fürs Kaffeehaus so typische Flair einatmen konnte.

Auf den Geschmack gekommen sind die Besucher auch im neu gestalteten Art-Corner, der mit einer Weltpremiere aufwartete: Die afrikanische Künstlerin Kristy Carlson zeigte im Rahmen ihre Ausstellung „Before + Now“ eine Reihe Fotografien und Porträts, die das Leben von Kaffeefarmern in ihrer Heimat Burundi darstellen.

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